Hochbrücke nach Eichenau
Bis zu ihrem Abriss führte der Straßenverkehr zwischen Olching und Eichenau (Roggensteiner Straße) sowie zwischen Olching und Gröbenzell (Staatstraße 2345) über zwei sogenannte Hochbrücken.
Beide Verkehrsbrücken waren Relikte aus der NS-Zeit. Sie überquerten die 6,7 Kilometer lange Bahntrasse zwischen Emmering und Olching. Ab 1939 verlief auf diesem Abschnitt die Güterbahnlinie zwischen dem Rangierbahnhof München-Nord und der Bahnlinie München Buchloe. 1949 wurde der Güterverkehr auf der kaum benutzten Strecke eingestellt, die Schienen und Schwellen wurden andernorts dringend
Der Bahndamm ist zum großen Teil erhalten geblieben, der Reifenhersteller Metzeler nutzte die Schotterstrecke für einige Zeit als Teststrecke. Die Brücken wurden mehr und mehr zu gefährlichen Verkehrshindernissen. Vor allem auf der Staatsstraße 2345 kam es zu schweren Unfällen. Vielleicht ein Grund dafür, dass die Hochbrücke nach Gröbenzell bei der Bevölkerung eher in Erinnerung geblieben ist als ihr Pendant in Richtung Eichenau. Diese Hochbrücke wurde 1981 geschlossen, die Roggensteiner Straße erhielt einen leicht veränderten Verlauf, ein Fahrradweg wurde angelegt. Bis 1983 waren die Bauarbeiten abgeschlossen, die Brücke konnte gesprengt werden. Zwei Jahre später war auch die Hochbrücke nach Gröbenzell Geschichte.



