Der Gemischtwarenladen in der Daxerstraße 

Nach Öffnung des zweiten Werkes der München-Dachauer Papierfabriken im Jahr 1894 siedelten sich Ende des 19. Jahrhunderts nördlich der Bahnlinie in Neu-Olching mehr und mehr Bewohner an. 

Kaufhaus Gebhard
Amalie und Andreas Gebhard mit ihrem Gemischtwarenladen. Postkarte von circa 1925.

Neben einfachen Häusern für die Arbeiterschaft entstanden auch mehrere Gebäude im Villenstil wie das Haus von Gustav Körner, die Villa Sanssouci oder auch der Gemischtwarenladen von Amalie und Andreas Gebhard in der Daxerstraße 21.

Das um 1925 eröffnete Geschäft wurde 1928 mit einem Anbau erweitert und ab Juni 1933 kurzzeitig von Schwager Georg Pfeil übernommen.1935 pachtete Maria Schwögler mit ihrem Gatten Martin Müller den vergrößerten Gemischtwarenladen mit Flaschenbier-, Milch-, Brot- und Medikamentenverkauf. 

Kaufhaus Gebhard
Das Lebensmittelgeschäft im Jahr 1942.
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Maria und Martin Müller mit Jagdhund Cosy. Foto Christa Bihler.

Der Jagdaufseher Martin Müller richtete 1962 im Geschäft eine Vertretung für den OTTO Versand ein, aufgegeben wurde der Laden nach seinem Tod im Jahr 1968. Es folgte bis in die frühen 1970er Jahre ein türkischer Betreiber mit einem Arkadas Feinkostladen. Gemäß Fritz Scherer war dort auch der Ludwig-Missionsverein untergebracht.